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Drei Quoten , drei Chancen: Tipps für die Bewerbung fürs Medizinstudium

Text/Quelle: Anke Beimdiek / STUDI-Info Sommersemester 2018
Foto:Colourbox.de

Die formale Bewerbung um einen Medizin-Studienplatz ist kinderleicht. Das anschließende Auswahlverfahren wird dagegen richtig kompliziert. Die Abi-Note spielt eine große Rolle. Aber auch andere Auswahlkriterien entscheiden.

Der Frust ist pünktlich kurz vor Semesterbeginn riesengroß: In Deutschland bewerben sich viel mehr Abiturienten auf einen Studienplatz in Human- oder Zahnmedizin als es Plätze gibt. Jahr für Jahr bekommen Tausende von Bewerbern eine Absage. Denn auf einen der rund 11 000 Medizin-Studienplätze, die pro Jahr an deutschen Unis angeboten werden, kommen im Schnitt fünf Personen. Im Sommersemester ist dieses Verhältnis sogar noch ungünstiger, da es deutlich weniger Erstsemesterplätze gibt.

 Die 20-20-60-Regel
Um die heiß begehrten Studienplätze zu verteilen, wendet hochschulstart.de einen bestimmten Schlüssel an. Etwa zwölf Prozent der Plätze sind reserviert – für Ausländer, Härtefallkandidaten, Bundeswehrsoldaten und andere Gruppen. Der große Rest wird nach der 20-20-60- Regel verteilt: 20 Prozent der Plätze gehen an die besten Abiturienten aus jedem Bundesland, 20 Prozent werden nach Wartezeit vergeben, und 60 Prozent vergeben die Hochschulen selbst.

 

Abiturbestenquote: 14 mal 1,0
Im Wintersemester 2017/18 lag der Grenzwert für die Abiturbestenquote in 14 von 16 Bundesländern bei 1,0. Nur in Niedersachsen und Schleswig-Holstein lösten auch Bewerber mit einer 1,1 das direkte Ticket zum Traumstudium.

Sieben Jahre warten
Ohne Top-Abi wird es schwierig. Wer es über die Wartezeit schaffen will, der muss sich mindestens 14 Semester lang anstellen – das ist länger als dann später normalerweise studiert wird. Übrigens: Viele glauben, der Abi-Schnitt ließe sich durch ein paar Wartesemester verbessern. Das ist aber nur ein Mythos, der sich hartnäckig hält.

Hochschulen wählen selbst
Viele Bewerber setzen ihreHoffnungen in das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH), über das 60 Prozent der Plätze vergeben werden. Die Abiturnote muss aber auch in dieser Quote das maßgebliche Kriterium sein. Dazu gibt es eine Reihe weiterer Auswahlkriterien, die sich von Uni zu Uni unterscheiden. Nur wenige Hochschulen werten allein die Abi-Note, manchmal wird sie mit dem Ergebnis des Medizinertests oder anderen Studierfähigkeitstests gekoppelt. Mehrere Hochschulen führen Bewerbungsgespräche oder vergeben Pluspunkte für soziales Engagement.

Ohne Eins wird es schwer
Wer kein Super-Abi hat, sollte sich nicht an einer Uni bewerben, die nur nach Notenschnitt auswählt. Mit einem guten Ergebnis im Medizinertest stehen die Chancen an Hochschulen, die den Test im AdH werten, natürlich besser. Grundsätzlich aber gilt: Ohne eine Eins vor dem Komma auf dem Abiturzeugnis ist es derzeit richtig schwer, einen Studienplatz in Medizin zu ergattern.

Tipp: Schlau bewerben, Pluspunkte sammeln

Um dich strategisch geschickt zu bewerben, solltest du:

1. die Wunsch-Uni klug wählen: Bei vielen Unis hast du keine Chance, wenn diese nicht auf Platz 1 oder einem der vorderen Ränge der Ortspräferenz-Liste auftaucht. 22 Hochschulen treffen eine Vorauswahl anhand der Ortspräferenz.

2. den Medizinertest (TMS) machen: Mit dem TMS kannst du an vielen Unis punkten. 22 medizinische Fakultäten werten die Testergebnisse in ihren Auswahlverfahren.Wer ihn nicht macht, verschlechtert damit automatisch seine Chancen gegenüber Mitbewerbern.

3. die richtigen Schulfächer belegen: Einige Unis vergeben Bonuspunkte, wenn man bestimmte Fächer (insbesondere Naturwissenschaften) bis zum Abi hatte,teilweise spielen auch die entsprechenden Ergebnisse eine Rolle. Drei Hochschulen schauen sich die Einzelnoten ihrer Bewerber genau an.

4. eine Ausbildung machen: Eine Lehre in bestimmten (zumeist medizinnahen Berufen) wird von 21 Unis als Pluspunkt angerechnet.

5. sich sozial engagieren: Wenn du einen Freiwilligendienst gemacht hast oder bei bestimmten Wettbewerben wie zum Beispiel „Jugend forscht“ ausgezeichnet wurdest, steigen an einigen Unis deine Chancen auf einen Studienplatz

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Infos zum Ham-Nat:
https://www.studi-info.de/artikel/2014-04-01/wie-luzie-beim-ham-nat-punktete

Urteil vom Bundesverfassungsgericht zur Vergabe der Medizinstudienplätze vom Dezember 2017 :https://www.studi-info.de/artikel/2018-01-02/urteil-zur-vergabe-der-medizinstudienplaetze-das-richtige-signal-zur-richtigen-zeit#overlay=node/29729/edit

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