Umfrage: Welche Unis bereiten am besten auf das Berufsleben vor?

Text/Quelle/Grafik: Trendence Institut, Berlin. Foto: Modelfoto: Colourbox.de

Das Trendence Institut hat die deutschen Unis einmal genauer unter die Lupe genommen und Absolventen und Personaler befragt, wie sie die Vorbereitung der Hochschulen auf das Berufsleben bewerten. Die Befragung erfolgte im Rahmen einer internationalen Erhebung.

Bei sechs Universitäten sind sich Young Professionals und Personaler einig: Das Karlsruher Institut für Technologie, die TU München, die RWTH Aachen sowie die TU und die HU Berlin und die Uni Tübingen machen einen guten Job dabei, im Studium Wissen und Skills zu vermitteln, die Absolvent_innen in der Berufswelt sehr gut gebrauchen können. Für die Young Professionals sind aber auch die Unis in Heidelberg und München (LMU) absolut empfehlenswert, ebenso wie die Technischen Universitäten in Dresden und Darmstadt. Die Personaler schwören dagegen auf die FU Berlin sowie die Universitäten in Hamburg, Frankfurt und Bamberg.

Bei der Frage, wie sich Universitäten entwickeln müssen, um die Beschäftigungsfähigkeit von Absolvent_innen künftig zu erhöhen, sehen Young Professionals die Arbeit an echten Fallstudien, die an Unternehmen bestehen, an erster Stelle (mit 71%), gefolgt von einem höheren Anteil von Unternehmensspezialisten als Dozent_innen (59%). Personaler dagegen finden beides fast gleich wichtig (Fallstudien: 46%, praxisnahe Dozenten: 48%). Auf Platz 3 stehen für beide Gruppen Technikkurse im Zusammenarbeit mit Unternehmen (Young Professionals: 43%, Personaler: 37%).

Bereits etablierte Formen der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen haben wir ebenfalls erfragt. Hier gaben Young Professionals für die von Ihnen besuchte Uni an: auf Platz 1 verpflichtende Praktika oder Volontariate (62%), auf Platz 2 HR-Veranstaltungen an Hochschulen (50%) und auf Platz 3 gemeinsame Forschung mit der F&E-Abteilung von Unternehmen, etwa für die Abschlussarbeit. Bei den Personalern sieht die Rangfolge, bezogen auf ihr Unternehmen, so aus: 1. verpflichtende Praktika (40%), 2. projektbasiertes Lernen (34%) und 3. gemeinsame Programme für Hochschulabsolvent_innen.

Interessanter Fakt: Aus Sicht der Personaler sind Absolvent_innen derzeit recht gut auf die Arbeitswelt vorbereitet. Auf einer Skala von 1 (komplett unzureichend) bis 10 (voll und ganz) vergaben die Personaler im Mittel 7,4 Punkte. Die Young Professionals dagegen sehen das etwas kritischer: Ihr Mittelwert lag bei 6,1.

Dies könnte dich auch interessieren:

CHE: 5 Top-Unis für Informatik

Arbeitswelt im Wandel: Die vier großen Megatrends

WiWo- Ranking 2019: Unternehmen bewerten HAW