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Stressbewältigung im Studium: Den Blick für die schönen Dinge nicht verlieren!

Text/Quelle: Pia Schrell / STUDI-Info Sommersemester 2019. Foto: Modelfoto: Colourbox.de

Die Haut wird unrein, das Schlafen klappt nicht mehr so, wie es vor einiger Zeit noch war, die Stimmung wird zusehends schlechter. Stress hat viele Gesichter und kann ernste Konsequenzen haben. Leistungsdruck, Noten und der stete Wettbewerb setzen immer mehr Studierende unter Druck. Doch das muss nicht sein.

Denn es gibt Tricks und Wege, mit denen ihr auch stressigeSituationen meistert und euch wieder gut fühlt. „Menschen neigen dazu, zu überschätzen, was sie in einem Jahr schaffen und zu unterschätzen, was sie in zehn Jahren erreichen können“, sagt Dr. Christian Lüdke. Der Psychotherapeut kennt aus seiner täglichen Praxis viele Menschen, auch Studierende, die unter Stress und Co. leiden.

Have a break!
Ist einem das bewusst, sollte man gegensteuern und sich mehr Zeit nehmen. „Freiräume, in denen man sich ausruhen kann, sind wichtig“, sagt Lüdke. Wer sich immer nur mit anderen vergleiche, verhindere eigenes Wachstum und verliere durch ständige Selbstoptimierung den Kontakt zu sich selbst. Denn zu viel Stress und Druck kann auf Dauer krankmachen. „Es ist wichtig, dass man trotz Stress und Prüfungen den Blick für die schönen Dinge nicht verliert und sich auch genau dafür Zeit nimmt“, sagt der Experte.

Etwas haben, auf das man sich freuen kann
Doch geht das? In Zeiten, in denen eine Klausur die nächste jagt und die Abgabefristen für Hausarbeit und Referat immer näher rücken? „Menschen können sich circa 45 Minuten am Stück konzentrieren. Danach sollte man sich ohnehin eine Pause gönnen“, sagt Dr. Lüdke. Außerdem hat er noch einen Tipp: „Ich sage meinen Patienten immer, es ist wichtig, dass sie irgendetwas haben, auf das sie sich amTag oder innerhalb kurzer Zeit freuen.“Dabei kann dies für jeden etwas ganz anderes sein.

Luisa entspannt beim Kitesurfen
Für Luisa war es immer schon ihr Sport. In Phasen, in denen sie für ihre Geoinformatikprüfungen lernen musste, war es immer das Kitesurfen, das sie hoffen ließ. „Ich wusste, dass ich nach den Prüfungen wieder aufs Wasser und Sport machen kann“, erinnert sie sich. Das hielt ihre Stimmung oben, zumindest soweit das in Prüfungsphasen möglich ist. „Natürlich hatte ich auch mal miese Laune oder konnte vor Klausuren schlecht schlafen.“ Aber die Gedanken an Strand, Wellen, die Geschwindigkeit, die Höhe der Sprünge und das Fliegen übers Wasser motivierten Luisa auch in schwierigen Phasen des Studiums und ließen sie nicht verzweifeln oder in der Stressspirale nach unten driften.

Natürliche Rauschzustände
Das wundert den Experten nicht. „Das alles ist reine Biochemie.“DerMensch sei immer auf der Suche nach natürlichen Rauschzuständen und die würden erreicht, „indem ich mich auf oder über etwas ganz besonders freue. Dann wird im Gehirn ein Cocktail aus Glückshormonen freigesetzt.“ Laut Experten hat Sport darüber hinaus einen weiteren positiven Effekt: Er hilft dabei, dass Stresshormone abgebaut werden, die langfristig ausgeschüttet, ernsthafte Folgen für Gesundheit und psychische Verfassung haben können. Rückschläge und negative Erfahrungen sollten nicht auf sich als Person bezogen werden.

Nicht hängen lassen
„Es ist wichtig, zwischen meiner Leistung oder meinem Verhalten und mir als Mensch zu unterscheiden. Es kann sein, dass eine Klausur nicht gut gelaufen ist. Das passiert jedem einmal. Aber das macht aus mir noch lange keinen schlechten Menschen!“ Jeder habe mal ein Stimmungstief. Doch die gute Nachricht lautet: „Wir können gegensteuern, indem wir unseren Blick auf schöne Dinge lenken, die uns guttun“, erklärt der Psychotherapeut.

Auch ein  Job kann glücklich machen
Doch es muss nicht immer Sport sein, der einen glücklich macht. Jana zum Beispiel kann Sport nicht besonders viel abgewinnen, aber geht dafür in ihrem Nebenjob in einem Labor auf. „Das lässt mich den Stress aus der Uni ein bisschen vergessen. Den ganzen Tag nur Bücher wälzen, ist nichts für mich“, sagt die Studentin der Gesundheitswissenschaften. Wenn sie Proben ausstreicht und Kulturen anlegt, sind Schreibtisch und Hörsaal für sie in weiter Ferne. „Ich habe gar keine Zeit, um mich vom Unikram ablenken zu lassen“, sagt sie.

Außerdem täte es gut, mit den Kollegen zu quatschen und ein bisschen auf andere Gedanken zu kommen. „Jeder muss für sich selbst herausfinden, was ein guter Ausgleich ist“, sagt Dr. Lüdke. Beim einen ist es vielleicht die nächste Party oder eben wie bei Jana der Job neben dem Studium. Wichtig sei zudem ein soziales Netzwerk aus Freunden, Familie und Bekannten.

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