Advertorial

Wie läuft eigentlich ein IT-Studium ab?

Praxis macht das IT-Studium lebendig und erleichtert zudem den Berufseinstieg.

Text/Quelle: Dorothee Harbers/STUDI-Info Sommersemester 2019. Foto: Colourbox.de. Foto: Marco: Caroline Quedat.

Marco Mühlenjost studiert Informatik im Bachelor-Studium an der Westfälischen-Wilhelms-Universität (WWU) in Münster. Wie sein Studienalltag aussieht und wie er neben dem Studium praktische Erfahrungen als Werkstudent sammelt , darüber sprach er mit STUDI-Info.

In Münster müssen Informatik-Studierende zusätzlich ein Nebenfach belegen – so sollen sie Einblick in andere Disziplinen erhalten. Der 25-Jährige hat sich für Biologie entschieden.

Neben der Theorie steht im Studium natürlich auch die Praxis auf dem Lehrplan: Es werden Fähigkeiten im Umgang mit IT-Systemen entwickelt, u.a. in einem größeren Softwarepraktikum, in dem ein Projekt in Teamarbeit in den Phasen Analyse, Grob- und Feinspezifikation, Codierung, Validierung, Dokumentation und Präsentation bearbeitet wird.

Vom Praktikum zum festen Job
Marco stieg zum Ende des Studiums noch intensiver in die Praxis ein. Durch eine Schlagwortsuche bei Google wurde er auf das Softwareunternehmen Modelyzr aufmerksam. Der Student stieg sofort mit 30 Stunden in der Woche ein und scheint seinen Arbeitgeber dabei überzeugt zu haben. Denn seit Anfang Oktober arbeitet er dort in einer Festanstellung.

STUDI-Info: Warum haben Sie sich für dieses Studium und den Studienort entschieden?
Marco Mühlenjost: Da ich in Münster geboren bin, meine Freunde und Familie hier leben, hatte ich schnell Münster als Studienort favorisiert. Ich habe durch das Fach Informatik in der Oberstufe einfach gemerkt, wie viel Spaß ich daran habe, Programme und deren Logik zu entwerfen und diese dann nach Auswahl der richtigen Werkzeuge letztendlich auch zu programmieren.

Marco Mühlenjost sammelt bereits während des IT-Studiums Praxis als Werkstudent.

STUDI-Info: Wie sieht der Studienalltag aus? Auf welche Herausforderungen und Probleme sollte man sich einstellen? Was ist besonders spannend
Marco Mühlenjost: Die meisten Informatik-Vorlesungen an der WWU beinhalten viel Theorie, bei der es um die zugrundeliegenden Modelle geht. Schwerpunkte liegen in Datenstrukturen und Algorithmen, Datenbankentwicklung, Software-Architektur, Netzwerken und verteilten Prozessen

Marco findet die Praxis besonders spannend
Die Theorie ist zwar sehr nützlich, um die Ansätze der Problemlösung zu verinnerlichen, ich persönlich hätte aber gerne mehr Praxisbezug gehabt. Genau deswegen fand ich das sogenannte „Software-Praktikum“ und das Projektseminar besonders spannend. Diese sind von den Professoren begleitete Software-Projekte, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken, bei denen man mit anderen Kommilitonen eine Software entwirft und programmiert. Nach den Vorlesungen und Übungen ist es noch nicht getan. Danach setzt man sich mit seinen Kommilitonen zusammen und löst Übungsblätter, deren korrekte Bearbeitung Voraussetzung für die Teilnahme an der Klausur ist.

STUDI-Info: Welche Fähigkeiten sollte man mitbringen?
Marco Mühlenjost: Logisches Denken, Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und auch ein gewisses mathematisches Verständnis wären von Vorteil. Man sollte bereit sein, an Projekten sowohl selbstständig zu arbeiten als auch in Teams an die Problemlösung heranzugehen.

STUDI-Info: Wie schätzen Sie die Berufsaussichten ein?
Marco Mühlenjost: Da die Nachfrage nach ausgereifter Software, komplexen IT-Infrastrukturen, Digitalisierung, Cloud-Computing und Big Data weiterhin steigen wird, ist das Berufsbild des IT-Spezialisten sehr abwechslungsreich. Durch die Fortschritte und Möglichkeiten der Technologie werden die Anforderungen wachsen und sich weitere Jobmöglichkeiten bieten.

STUDI-Info: Wie sieht Ihre Tätigkeit als Werkstudent aus? Ist es empfehlenswert, zusätzlich zum Studium in die Praxis einzusteigen?
Marco Mühlenjost: Ich werde durch Meetings zur Absprache weiterer Schritte, Testen der neuen Releases und eigenständige Programmierung stark in die Weiterentwicklung unserer Software mit eingebunden.

Den Einstieg in die Praxis neben dem Studium finde ich sehr sinnvoll, da man bei der ganzen Theorie im Studium schnell mal das Ziel vor Augen verlieren kann. Die Theorie wird dabei gefestigt und der Student und das Unternehmen können sich relativ unverfänglich kennenlernen, um eine Basis für die weitere Zusammenarbeit zu bilden.

Dies könnte dich auch interessieren:

CHE-Ranking: Informatik 2018

Studieneignungstest: Wie fit bist du in Mathe?

Was macht eigentlich ein IT-ler?