Arbeitswelt im Wandel: Die 4 großen Megatrends

Text/Quelle: Trendence Institut. Foto: Modelfoto: Colourbox.de

Alles ist im Wandel, wenn es um das Arbeitsleben geht. Nicht erst seit heute oder gestern – innerhalb der vergangenen 20 Jahre hat sich vieles rund um den Job einschneidend verändert. Vier große Trends lassen sich dabei ausmachen, zeigen Einschätzungen von Forschern und Experten aus der Wirtschaft – und die Daten des Trendence Institutes. Das Beratungs- und Marktforschungsunternehmen hat sie anlässlich seines 20. Geburtstages zusammengetragen.

Trend 1: Der demographische Wandel führt zu Personalmangel

Daten des Statistischen Bundesamtes belegen, dass zwischen 1997 und 2017 der Anteil der unter 20-Jährigen ebenso wie jener der 20-40-Jährigen jeweils um fast fünf Prozent gesunken ist. Der Job-Nachwuchs wird rar. Trendence-Daten zeigen: In der Folge werden Absolventen besonders nachgefragter Fächer wechselfreudiger. Sie erwarten zunehmend, ihren ersten Job nicht übermäßig lange zu machen.

Trend 2: Die Arbeitswelt wird digital
Digital Natives gehen souverän mit digitalen Technologien um. Sie kaufen online ein, bilden sich online fort, entwickeln und pflegen Online-Kanäle oder Apps. Sie leben digital – und wollen auch digital arbeiten. Trendence-Daten zeigen, dass der Anteil der Wirtschaftswissenschaftler, Ingenieure und Naturwissenschaftler, die mit Microjobs Geld verdienen, allein in den vergangenen zwei Jahren stark zugenommen hat. Microjobs sind online-basierte Auftragsarbeiten, die an eine Crowd ausgeschrieben und virtuell erledigt werden.

Trend 3: Frauen erobern den Arbeitsmarkt
Mehr Frauen als noch vor 20 Jahren sind heute erwerbstätig, zeigen Statistiken. Doch nicht nur das. Frauen bewegen sich inzwischen auch vermehrt in Branchen, in denen sie früher sehr unterrepräsentiert waren. So ist der Anteil der weiblichen Studierenden in naturwissenschaftlichen Fächern wie Chemie, Physik, Biologie und Astronomie innerhalb von sechs Jahren um fast zwei, in Fächern mit ingenieurwissenschaftlichem Schwerpunkt um drei Prozent gestiegen. Ebenfalls beachtlich ist ein Sprung, der von 2018 bis 2019 in den Trendence-Daten sichtbar ist. Um ganze vier Prozent stieg bei den weiblichen IT-Absolventen der Prozentsatz jener, die als sogenannte „High Potentials“ gelten: Sie gehören hinsichtlich ihrer Noten zu den besten 25 Prozent ihres Jahrgangs und haben bereits Praxiserfahrung.

Trend 4: Erwartungen an den Job verändern sich
Der War of Talents, der Kampf der Firmen um die Talente, wird durch den demographischen Wandel verschärft. Was Studenten, Absolventen und Young Professionals (jene mit akademischem Abschluss und bis zu zehn Jahren Berufserfahrung) wollen und fordern können bekommt dadurch mehr Gewicht. Dass sie von potentiellen Arbeitgebern selbstverständlich sowohl materielle als auch immaterielle Benefits erwarten zeigen die Trendence-Daten:  Die Mehrzahl findet sowohl betriebliche Altersvorsorge und vermögenswirksame Leistungen wichtig als auch kostenlose Getränke und Obstkörbe, Weiterbildungsmöglichkeiten und hohe Flexibilität bezüglich Arbeitszeit und -ort.

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