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Mit der Mappe durch´s Nadelöhr oder der Weg zum Studienplatz Modedesign

Text/Quelle: Anke Beimdiek/STUDI-Info Sommersemester 2019. Teaserfoto: Modelfoto: Colourbox.de; Foto Ferdinand: Foto privat.

Wer ein kreatives Fach studieren möchte, muss in sehr vielen Studiengängen zuallererst seine künstlerische Begabung unter Beweis stellen –mit einer Mappe. Ein angehender Modedesigner erzählt und zeigt, wie er diese Hürde genommen hat.

Design, Kunst oder Architektur – in diesen Fächern kommen Bewerber selten darum herum, eine Mappe einzureichen. So sieben die Hochschulen gleich am Anfang einen Großteil der Kandidaten aus. Die TU München möchte zum Beispiel von allen, die sich für den Bachelor Architektur interessieren, Arbeitsproben, „durch die eine Neigung bzw. Begabung für handwerkliche und künstlerische Arbeiten gezeigt wird“.

Aber wie stellt man seine kreative Ader unter Beweis? Was gehört in so eine Mappe? Planlos oder zumindest unsicher stehen viele vor dieser Aufgabe. Die gute Nachricht: Es gibt eine Menge Möglichkeiten, Hilfe und Tipps zu bekommen. Sich nur auf sein künstlerisches Talent zu verlassen, kann danebengehen. Gute Ideen und Einsatz gehören dazu, um eine erfolgreiche Mappe abzuliefern.

Konkrete Aufgabenstellungen gibt es selten
Ferdinand Lauxmann studiert im dritten Semester Modedesign an der Hochschule Hannover. Zehn bis 20 freie künstlerische Arbeiten sollte er bei seiner Bewerbung abliefern. Das war die einzige Vorgabe, die von der Hochschule zur Mappe gemacht wurde.

Hilfe durch Mappenkurs
Kein Thema, keine konkrete Aufgabenstellung. „Mir war am Anfang nicht bewusst, was da rein gehört“, erzählt er. Deshalb machte er einen Mappenkurs. Von den Dozenten kamen wichtige Ratschläge. Außerdem sorgten die Gespräche mit den anderen Teilnehmern für neue Impulse. So entwickelte Ferdinand immer mehr Ideen für die Mappe, die er am Ende mit zwei Skizzenheften bestückte – das eine mit verschiedenen Zeichnungen vom Entwurf über die Aktzeichnung bis zur fertigen Darstellung, das andere mit kleinen Serien, für die er mit unterschiedlichen Materialien und Darstellungsformen wie Fotos und digitalen Zeichnungen arbeitete. „Es ging mir darum zu zeigen, dass ich verschiedene Techniken ausprobiert habe“, erzählt Ferdinand.

Talent zeigen, auch ohne perfekte Arbeiten
Keine Sorge, technisch perfekte Arbeiten erwarten die Prüfer nicht, wie etwa die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTWB) auf ihrer Internet-Seite schreibt: „Die Kommission prüft die Bewerbungsmappe unter dem Aspekt, dass sie von einem Anfänger erstellt wurde. Nichtsdestotrotz sollte sie zeigen, dass der Bewerber oder die Bewerberin Talent hat und motiviert ist.“

Ferdinands Mappe überzeugte. Er bekam die volle Punktzahl und außerdem die Zusage für die nächste Bewerberrunde. Bei vielen kreativen Studiengängen sind die geforderten Arbeitsproben nur der erste Schritt auf dem langen Weg zum Studienplatz. Ferdinand Lauxmann hat seine Mappe mit vielen unterschiedlichen Arbeiten bestückt. Ferdinands Aufgabe in Runde zwei: eine Hausarbeit zum Thema „Nostalgie – Utopie“. Danach kam die Einladung zur letzten Runde, der Eignungsprüfung mit Bewerbungsgespräch und praktischer Prüfung. Mit am Ende 15 von 15 möglichen Punkten war für Ferdinand der Weg zum Studienplatz natürlich frei.

Ferdinands Tipp
Ferdinands Tipp zur Mappengestaltung: „Es ist immer gut, sich professionell beraten zu lassen und ein Feedback von einer außenstehenden Person zu bekommen. Mir hat der Mappenkurs sehr geholfen. Das ist aber kein Muss. Ganz wichtig sind, wie ich finde, die Mappenberatungen der Hochschulen. Professoren und Studenten geben dabei immer wertvolle Tipps. Empfehlen kann ich auch, zur Inspiration ins Museum zu gehen. Da kann man auch das Zeichnen üben“.

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