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Neues Wohnen in alten Containern

Aussen: alt und rostig. Innen: gemütlich. In alten Containern lässt es sich gut leben, das sagt Mahboba Said, die in einem Berliner Containerdorf lebt.

Text/Quelle: Pia Schrell / STUDI-Info Sommersemester 2019. Foto Container: Andreas Süß. Foto Said: Said

Wer als Studierender schon einmal nach einer Wohnung gesucht hat, der weiß: Es ist alles andere als leicht. Doch Not macht erfinderisch. Aus der Misere entwickeln sich neue Wohnformen.

In einer davon lebt Mahboba Said. Seit zweieinhalb Jahren wohnt sie im Containerdorf Berlin und will eigentlich gar nicht mehr weg. „Ich bin nach Berlin gekommen, weil ich meinen Master in Psychologiemachen wollte“, erinnert sich die 26-Jährige. Allerdings ging es ihr bei der Wohnungssuche so wie den meisten Studierenden: Es war ein echtes Desaster.

Im Container
WG-Castings, Besichtigungstermine – und immer der Druck, dass es zum Semesterstart klappen muss. „Ich komme aus Niedersachsen, da konnte ich auch nicht mal eben zu Terminen nach Berlin kommen.“ Doch irgendwann entdeckte sie eine Anzeige: „Ich habe ein Inserat vom Containerdorf Berlin gelesen und mich beworben.“ Eigentlich war der Bewerbungszeitraum schon vorbei. Aber als ein Container frei wurde, konnte Mahboba einziehen.

 

»Ich war total glücklich, dass ich einen
Single-Container ergattern konnte.«

Mahboba Said (26) studiert Psychologie in
Berlin. Foto: Mahboda Said

Style, Flatrat und Multikulti
„Container, das klingt im ersten Moment vielleicht etwas komisch, hat aber Style“, findet sie. „Ich war total glücklich, dass ich einen Single-Container ergattern konnte“, sagt sie. Nach vielen  Jahren in WGs mit sechs und manchmal sogar zwölf Mitbewohnern sehnte sie sich nach ihren eigenen vier Wänden. „Ich bin ein ziemlicher Ordnungsfanatiker“, sagt sie und lacht. Da sei ihr ein eigenes Reich, in dem sie tun und lassen kann, was sie möchte, einfach wichtig gewesen. Ihr Reich besteht nun aus 26 Quadratmetern und ist voll möbliert.

Gebäuderiegel Frankie, Johnny und Nelly
„Mieter zahlen bei uns einen fixen Betrag ab 442 Euro im Monat, darin enthalten sind auch ein nternetanschluss sowie eine Strom- und Wasserflat“, sagt Tina Sorgenlos von der Howoge . Im Jahr 2017 übernahm die Wohnungsbaugesellschaft das Projekt EBA (Eichbuschallee) Berlin in ihren Bestand. Aktuell werden weitere Einheiten gebaut, die 2019 fertig sein sollen.

Momentan besteht die Anlage im Plänterwald bei Köpenick aus drei Gebäuderiegeln. Sie heißen Frankie, Johnny und Nelly. Und der erste Gebäudeteil wurde noch aus Schiffscontainern gebaut. „Mit den Namen soll die Internationalität der Bewohner, die aus unterschiedlichsten Ländern zum Studium nach Berlin kommen, zum Ausdruck gebracht werden“, sagt Sorgenlos.

Freunde von Mahboba kommen aus der ganzen Welt und wohnen gleich neben, unter und über ihr. Niemand ist sich hier fremd. Denn im Containerdorf lernt man schnell neue Leute kennen. „Für alle, die neu in Berlin sind, ist das echt super“, sagt sie. Dadurch, dass alles so nah beieinander wäre, könne man schnell Leute kennenlernen und Kontakte knüpfen. Egal, ob aus Finnland, Spanien oder Deutschland – hier träfen sich alle regelmäßig auf dem Flur oder zum Lagerfeuer vor der Tür. „Das ist wirklich schön, dann sitzen wir zusammen, trinken ein bisschen und quatschen“, sagt Mahboba. Und bei schlechtem Wetter? „Dann gibt’s zum Glück noch diejenigen, die in einem Double wohnen“, erklärt sie. Double, das meint einen etwas größeren Container, der zu zweit bewohnt werden kann.

Neue Konzepte gegen die Wohnungsnot
„Als landeseigenes Unternehmen ist es unser Anspruch, nicht einfach nur Wohnungen zu bauen, sondern zukunftsweisende Konzepte im Neubau umzusetzen“, sagt Sorgenlos. „Dabei steht modulares Planen und Bauen bei all unseren Bauvorhaben im Fokus. Gleichzeitig ist es unsere Aufgabe, neuen Wohnraum füralle Bevölkerungsgruppen zu schaffen.“ Insbesondere in Berlin sei der Wohnraum für Studenten sehr knapp, sodass dringend Angebote zur Verfügung gestellt werden müssten.

Mahboba freut es. Sie fühlt sich rundum wohl in ihrem Zuhause. Eigentlich würde sie gerne für immer bleiben. Aber in ein paar Wochen startet ihre Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin in Mecklenburg-Vorpommern. „Dann muss ich leider erst einmal ausziehen“, sagt sie. „Aber wenn es geht, komme ich gerne irgendwann zurück!“

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