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Studenten zahlen Höchstpreise

Wohnen wird zum Luxus: Gerade in Universitätsstädten steigen die Mieten rasant.

Text /Quelle: Frank Polke/ Westfälische Nachrichten (WN) vom 9.10.2018, Foto: Modelfoto: Colourbox.de

Münster/Wiesbaden. Das Studieren wird in vielen Städten immer teurer – ohne Job oder die finanzielle Un­terstützung durch Eltern ist vor allem das Wohnen in Universitätsstädten kaum noch zu bezahlen. Nach Angaben des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) kostet eine 30-Quadratmeter-Wohnung in München – der teuersten deutschen Stadt – mit durchschnittlicher Ausstattung und guter Anbindung zur Uni im Schnitt 635 Euro.

Mietpreise kontinuierlich gestiegen
Nach IW-Angaben sind die Mieten auch in Münster, Köln, Bonn und Aachen seit 2010 um jeweils gut 30 Prozent gestiegen, im Ruhr­gebiet um 16 Prozent. In Münster reicht die Spanne der Angebote von 200 Euro für eine 20-Quadratmeter-Wohnung mit einfacher Ausstattung und weiter Entfernung zur Uni bis zu 659 Euro (40 Quadratmeter, gehobene Ausstattung, in Universitätsnähe).

Starke Konkurrenz um bezahlbaren Wohnraum
Die Gründe dafür sind vielfältig. „Es schreiben sich immer mehr Abiturienten an Hochschulen ein. In den Universitätsstädten konkurrieren diese jungen Leute mit Senioren, Berufseinsteigern und Pendlern“, sagt Michael Voigtländer, Immobilienexperte beim IW. Dazu kommt, dass viele Hochschulabsolventen gern in ihren Uni-Städten bleiben und dort ein gutes Ein­kommen erzielen. „Diese Gruppe konkurriert dann im Wettstreit um bezahlbaren Wohnraum ebenfalls mit den Studierenden“, erklärt der Experte des IW. Zudem sind nach Angaben des Eigentümerverbandes „Haus & Grund“ die Nebenkosten wie Strom, Wasser oder Abgaben deutlich mehr gestiegen als der reine Mietzins.

Hohe Nebenkosten belasten zusätzlich
Diese Kombination aus steigendem Mietzins und explodierenden Nebenkosten belastet das Budget immer stärker. Nach Angaben des Studentenwerkes haben Studierende im Monat 918 Euro zur Verfügung – im Schnitt muss damit die Hälfte des Einkommens fürs Wohnen verwendet werden.

Die Suche nach einer ­geeigneten Studentenwohnung wird in Münster zusätzlich dadurch erschwert, dass drei Wohnheime zurzeit umgebaut und modernisiert werden. Dadurch fehlen in der Stadt Hunderte freie Plätze – übergangsweise sollen junge Studierende in eine Kaserne ziehen können.

 

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