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Wie bewerbe ich mich um einen Studienplatz? Zentral oder örtlich?

Text/Quelle: Anke Beimdiek / STUDI-Info Sommersemester 2018
Bild:Modelfoto: Colourbox.de

Hast du dich für ein Studienfach entschieden, kannst du dich um einen Platz bewerben. Das geschieht entweder direkt bei der jeweiligen Hochschule oder zentral und online auf hochschulstart.de. In jedem Fall ist es wichtig, die Fristen einzuhalten.

Ein Studiengang ist zulassungsbeschränkt, wenn weniger Studienplätze zur Verfügung stehen, als nachgefragt werden. Bewerber müssen in dem Fall zunächst ein Zulassungsverfahren durchlaufen.

Örtlich oder zentral?
Ist ein Studiengang „örtlich zulassungsbeschränkt “bedeutet dies, dass er an einer bestimmten Hochschule zulassungsbeschränkt ist. Im Gegensatz dazu gibt es auch Studiengänge, die an allen anbietenden Hochschulen „bundesweit zulassungsbeschränkt“ sind – zum Beispiel Medizin oder Pharmazie. Um einen „örtlich zulassungsbeschränkten“ Studiengangmusst du dich fristgerecht bei der jeweiligen Hochschule bewerben. Für einige dieser Studiengänge führt die Stiftung für Hochschulzulassung die Auswahlverfahren im Auftrag der Hochschulen durch. Für dieses sogenannte Dialogorientierte Serviceverfahren musst du dich zunächst auf der Internetseite hochschulstart.de registrieren.

Numerus clausus wird nachträglich errechnet
Weil es bei vielen Fächern mehr Bewerber gibt als Plätze, ist die Bewerbung etwas komplizierter und manchmal leider auch erfolglos. Rund die Hälfte der Bachelorstudiengänge ist „örtlich zulassungsbeschränkt“. Das bedeutet, dass es einen Numerus clausus (NC) gibt. Dieser kann für ein und dasselbe Fach je nach Hochschule unterschiedlich sein.

Oft wird der NC missverstanden als eine vorab festgelegte Auswahlgrenze, bei der der letzte zur Verfügung stehende Studienplatz vergeben wird. Tatsächlich wird der Numerus Clausus jedoch immer erst nachträglich nach Eingang aller Bewerbungen errechnet: Übersteigt die Zahl der Bewerbungen die vorhandene Zahl an Studienplätzen, werden nur die Besten zugelassen. Aus den aktuell vorliegenden Bewerbungen wird die Durchschnittsnote errechnet, die mindestens vorliegenmuss, um zugelassen zu werden.

NC-Werte vom letzten Jahr geben Hinweise
Die NC-Werte aus den vorangegangenen Semestern sind zwar nützliche Anhaltspunkte. Sie sollten dich aber auf keinen Fall davon abhalten, dich zu bewerben, da du nicht wissen kannst, wie die Durchschnittsnoten deiner Mitbewerber im aktuellen Zulassungsverfahren sind.

Nützliche Internetseiten
Wenn du dich entschieden hast, was du studieren willst, solltest du zunächst einmal herausfinden, ob das Fach zulassungsbeschränkt ist. Hochschulkompass. de bietet eine Übersicht über aktuell rund 19 000 Studienangebote. Allein für Wirtschaftswissenschaften listet die Website 584 Studienangebote auf, für Informatik sogar 1732, für ein Orchideenfach wie Nautik immerhin noch zehn. Weil die Hochschulen oftmals für ein und dasselbe Studienfach unterschiedliche Bezeichnungen haben, klickst du in der Suchmaske am besten das gewünschte Sachgebiet an. Dann findet die Suchmaschine alle entsprechenden Studiengänge, auch verwandte Themen und Fächer.

Außerdem kannst du dich auf der Website von STUDI-Info auf die Suche nach dem Wunsch-Studiengang machen. In der Hochschuldatenbank  sind rund 15 900 Studiengänge erfasst. Wie auch bei hochschulkompass.de kannst du dort eine Reihe unterschiedlicher Filterfunktionen wählen.

Nicht nur die Note zählt
Neben dem NC können die Hochschulen weitere Auswahlkriterien für örtliche Zulassungsverfahren festlegen wie Auswahlgespräche, Praktika, die Gewichtung bestimmter Noten im Abschlusszeugnis oder einen Studierfähigkeitstest. Diese Kriterien unterscheiden sich von Hochschule zu Hochschule und von Fach zu Fach. Deshalb ist es sehr wichtig, dass du dich vor der Bewerbung über die konkreten Auswahlverfahren und -kriterien direkt bei den Studienberatungsstellen der Hochschulen informierst.