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Hochschul-Ranking: Mit dem Spitzenreiter fast ins Abseits

Text / Quelle:  Pia Schrell / STUDI-Info, Magazin für Studienplatzbewerbung und Studienstart, Ausgabe Sommersemester 2017
Foto: Colourbox.de

Das Traum-Fach steht fest, doch welche Uni soll es sein? Nach der Schule orientieren sich viele Abiturienten an Hochschulrankings, welche die Qualität von Forschung und Lehre beurteilen. In die Bewertung fließen zu einem großen Teil die Angaben von Studenten ein - eigentlich also eine gute Sache. Doch das Ranking sollte nicht das einzige Kriterium bei der Wahl des Studienortes sein, wie Pharmazie-Studentin Carmen erzählt.

„So ein Mist!“ Das war der erste Gedanke, der Carmen durch den Kopf schoss, als sie erfuhr, dass sie den Studienplatz in Mainz nicht bekommen hatte. „Ich wollte dort unbedingt Pharmazie studieren“, erinnert sie sich. Im Ranking des CHE (Centrums für Hochschulentwicklung) habe die Uni in diesem Fach sehr gut abgeschnitten, nennt sie ihre Beweggründe. „Außerdem wollte ich in der Nähe von Zuhause mein Studium machen“, erklärt Carmen.

Ranking liefert detaillierte Informationen

„Das CHE-Hochschulranking liefert sehr detaillierte Informationen, in einigen Fächern stehen über 20 vergleichende Kriterien zur Verfügung. Dabei können Studieninteressierte die Kriterien für die Hochschulwahl selbst auswählen und entsprechend ihrer persönlichen Interessen vergleichen“, sagt der Geschäftsführer des CHE, Frank Ziegele.

Info: Hochschulranking

Hochschulrankings bewerten Hochschulen oder einzelne Fachbereiche. Sie bilden entweder Ranglisten oder größere Ranggruppen. Die Bewertungskriterien und die Datengrundlagen variieren stark. Wenn du die Wahl deines Studienortes von einem Ranking abhängig machst, solltest du dir die einzelnen Methoden genau ansehen. Für die größte Resonanz im deutschen Uni-Betrieb sorgt das CHE-Hochschulranking, das seit 1998 veröffentlicht wird.

Ohne Überflieger-Abi ist es schwer

Doch bei Carmen musste sich der Schreck erst einmal legen. Zum Glück bekam sie in Marburg einen Studienplatz. „Ich bin ziemlich froh darüber“, sagt sie. „Heute würde ich nicht mehr nur nach der Rankingliste gehen und es anders machen.“ Bei einem Überflieger-Abitur könne man sich den Studienort vielleicht nach solchen Kriterien aussuchen. „Mit einem normalen Abi würde ich mittlerweile auf andere Aspekte achten“, sagt Carmen und denkt dabei an Kriterien wie Lebensqualität vor Ort oder ob man leicht zu einer anderen Universität wechseln kann.

Vielleicht doch besser eine unbeliebt Uni?

Zudem hat sie zum Schluss noch einen weiteren Tipp: „Studienbewerber sollten immer die Schwankungen des NC berücksichtigen“, rät sie. Da könne es vielleicht auch schlau sein, bereits als Erstwunsch eine etwas unbeliebtere Hochschule anzugeben. „Denn wenn man Pech hat, sind die Plätze dort ansonsten auch schon voll, bevor die Universität als Dritt- oder Viertwunsch geprüft wird. Und dann hat man – Ranking hin oder her – im Zweifel gar keinen Studienplatz.“