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Bildungsgerechtigkeit: Talentscouts an Schulen im Ruhrgebiet unterwegs

Talentscouts ebnen den Weg von der Schule zur Hochschule.

Quelle: NRW-Zentrum für Talentförderung/Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen
Fotos: Westfälische Hochschule - Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen.

Das Talentscouting-Programm der Landesregierung Nordrhein-Westfalens und der Westfälischen Hochschule ist erfolgreich gestartet: Nach dem Vorbild des inzwischen bundesweit bekannten Talentscouts Suat Yilmaz sind seit Jahresbeginn 28 weitere Talentscouts an den Schulen im Ruhrgebiet unterwegs. Sie unterstützen begabte Jugendliche aus Nichtakademikerfamilien auf dem Weg zu einem erfolgreichen Studium.

Initiative für mehr Bildungsgerechtigkeit

Für den Ausbau des Talentscoutings stellt das Land jährlich bis zu 6,4 Millionen Euro zur Verfügung. Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, Schulministerin Sylvia Löhrmann und Hochschulpräsident Prof. Bernd Kriegesmann haben ein Jahr nach dem Start des Programms eine erste Bilanz gezogen.
„Wir wollen Bildungsgerechtigkeit fördern und Hürden auf dem Weg in die Hochschule abbauen. Deshalb haben wir in NRW vor gut einem Jahr mit dem Ausbau des Talentscoutings begonnen“, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze. „Seitdem ist viel passiert: Wir haben ein Zentrum für Talentförderung gegründet, weitere Hochschulen und Schulen mit ins Boot geholt und dafür gesorgt, dass Suat Yilmaz Verstärkung bekommt. Auf diese Erfolge können wir stolz sein. Wir sind damit bundesweit Vorreiter und Vorbild.“
Neben der Westfälischen Hochschule, die das Förderkonzept entwickelt hat, beteiligen sich inzwischen sechs weitere Hochschulen am Talentscouting-Projekt. Es sind die Hochschule Bochum, Ruhr-Universität Bochum, Fachhochschule Dortmund, Technische Universität Dortmund, Universität Duisburg-Essen sowie die Hochschule Ruhr-West. Sie haben sich über einen Wettbewerb der Landesregierung für das Programm qualifiziert – und die ersten Talentscouts eingestellt.

Individuelle Förderung talentierter Jugendlicher

Talentierte Jugendliche aus Nichtakademikerfamilien erhalten durch die Talentscouts individuelle Beratung und Betreuung – bei ihrem Weg zum Abitur, bei Studien- oder Berufswahl und beim Wechsel an eine Hochschule.
Schulministerin Sylvia Löhrmann begrüßte die Stärkung der systematischen Kooperationen zwischen Schulen und Hochschulen durch das Projekt. „Das Talentscouting passt gut zum Landesvorhaben ‚Kein Abschluss ohne Anschluss‘. Im Sinne individueller Förderung wird genau geschaut, was zu der einzelnen Schülerin oder dem einzelnen Schüler passt und welche Potenziale sie haben. Unser Ziel ist, dass das Elternhaus, das Portemonnaie oder die Herkunft keine Rolle spielen für den Bildungserfolg. Alle sollen die gleichen Chancen auf erfolgreiche Bildungsbiografien haben.“

Die 28 neuen Talentscouts sind – unterstützt vom Team der Westfälischen Hochschule – bereits an den Kooperationsschulen im Einsatz. Die Zahl der kooperierenden Schulen ist deutlich angestiegen: 50 Gesamtschulen, Berufskollegs und Gymnasien sind mittlerweile Partner im Talentscouting.

NRW-Zentrum für Talentförderung gegründet

Als zentrale Servicestelle für die beteiligten Hochschulen wie auch als Anlaufstelle für die Schulen ist an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen das NRW-Zentrum für Talentförderung gegründet worden. Das Zentrum unterstützt und berät, bündelt Wissen und organisiert einen kontinuierlichen Erfahrungstransfer. Die neuen Scouts absolvieren hier ein einjähriges Fortbildungsprogramm.
Marcus Kottmann, bisher verantwortlich für strategische Projektentwicklung an der Westfälischen Hochschule und Talentscout Suat Yilmaz haben im September die Leitung des Zentrums übernommen. 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bereits eingestellt worden, Mitte des Jahres sollen es 25 sein.


Talentscout Suat Yilmaz.

„Es macht schon Spaß, zu sehen, wie unser Talentscouting-Ansatz in die Breite getragen wird und alle mit Herzblut für die arbeiten, um die es geht: die unentdeckten Talente“, sagte Prof. Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule.

Zum Hintergrund:
In Deutschland entscheiden oftmals nicht die Talente und Fähigkeiten über den Bildungsweg, sondern die familiären Hintergründe: Während 77 Prozent aller Akademikerkinder studieren, beträgt dieser Anteil bei Kindern aus Nichtakademiker-Familien nur 23 Prozent. Dies geht aus der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes (DSW) hervor. Wer in weniger privilegierten Verhältnissen aufwächst, hat oft wenig Vertrauen in die eigenen Stärken und glaubt trotz guter Noten nicht an vorhandene Aufstiegschancen.